Dienstag, 22. Mai 2012

[Buchkritik] "Scheintot" von Tess Gerritsen



Allgemeine Informationen

Titel: Scheintot
Autor: Tess Gerritsen
Genre: Thriller
Verlag: Limes
ISBN: 9783809025047

Inhalt
Eine namenlose Leiche in der Gerichtsmedizin ist für die Pathologin Maura Isles nichts Ungewöhnliches. Aber als sie den Leichensack öffnet, schlägt die scheinbar Tote die Augen auf. Maura reagiert sofort und fährt die unterkühlte Frau ins Krankenhaus. Doch kaum ins Leben zurückgekehrt, tötet die Unbekannte einen Wachmann und nimmt einige Patienten als Geisel – darunter Detective Jane Rizzoli, die zur Geburt ihres Kindes in der Klinik ist. Als Maura und Janes Ehemann, der FBI-Agent Gabriel Dean, die Herkunft der Scheintoten recherchieren, zeigen plötzlich Vertreter der Bundesbehörden enormes Interesse an dem Fall. Es wird klar, dass es sich nicht um eine gewöhnliche Geiselnahme handelt, denn die Spur führt zu einer Schleuserbande, deren Verbindungen in höchste Regierungskreise reichen …

Gesamtbewertung
Punkte:
Scheintot ist der 5. Teil der Jane-Rizzoli-&-Maura-Isles-Serie. Nachdem mich der Nervenkitzel der Vorgänger (Der Meister, Der Chirurg) absolut begeistert hat, war ich von diesem Band eher enttäuscht.

Die Autorin erzählt die Story wie gewohnt aus der Perspektive der verschiedenen Personen. Dieses Mal aber auch aus der Sicht des "Opfers". Das Buch begleitet praktisch durch die ganze Geiselnahme und führt anschließend durch die Ermittlungen was die Geiselnehmer in der Vergangenheit erlebt haben und was sie zu dieser Tat bewogen hat. Man erfährt schon sehr früh wie hier die Hintergründe der Geschichte gestrickt sind oder kann es sich schon etwa nach der Hälfte des Buches vorstellen. Das hat für mich einen großen Teil der Spannung einfach weggenommen und ich habe sogar 1-2 Kapitel übersprungen weil ich ja eh schon wusste was darin erzählt wird.

Trotz des deutlichen Unterschieds zu den Vorgängerbänden und den Spannungsabbau für die Leser, die schon früh auf des Rätsels Lösung kommen ist die Story interessant und mal etwas Neues. Verschwörungstheorien sind sowieso immer sehr interessant und werden gern gelesen.

Wer die Vorgängerbände nicht kennt oder es einem nichts ausmacht mal weniger die typischen Fälle von Rizzoli/Isles zu lesen ist mit diesem Buch sicher zufrieden zu stellen

Sonntag, 20. Mai 2012

[Buchkritik] "Hummeldumm" von Tommy Jaud



Allgemeine Informationen

Titel: Hummeldumm
Autor: Tommy Jaud
Genre: Unterhaltungsliteratur
Verlag: Fischer Taschenbuch
ISBN: 9783596512379

Inhalt
»Sitzreihe 12 war die letzte, die zwischen Tortellini und Hühnchen wählen durfte. Ich saß in Reihe 13. Schon auf dem Hinflug hätte mir klar sein können, dass der Jahresurlaub zum Albtraum wird.«

Zwei Wochen Namibia – das klingt doch eigentlich nach Traumurlaub in wilder Natur, nach Abenteuer und Freiheit. Doch bei Tommy Jaud wird aus dem Traum, wie kann es anders sein, schnell ein Alptraum und für Matze Klein beginnen am Flughafen von Windhoek „die zwei schlimmsten Wochen meines Lebens.“ Matze wird mit Freundin Sina in einem Kleinbus voller Bekloppter durch Namibia gekarrt – „neun Idioten in alberner Wanderkleidung“ angeführt von ihrem namibischen Tourguide Bahee. Als Matzes Fluchtversuch an der letzten Tankstelle vor der Namibwüste misslingt, ist die Katastrophe vorprogrammiert. Auf seiner Jagd nach Adaptern, Handynetz und Internetzugang taumelt Matze von einer Blamage in die andere und strapaziert seine Beziehung zu Sina bis zum Brechen.

Gesamtbewertung
Punkte:
Deutschen Romanen bin ich grundsätzlich etwas skeptischer gegenübergestellt als anderen. In diesem Fall besonders, da ich noch keine Romane dieser Art/Genre gelesen habe. Aber nach "Hummeldumm" kann ich sagen: Ich will mehr!!!!

Ich bin mit keinen großen Erwartungen an das Buch herangegangen und war deshalb umso begeisterter! Das Buch liest sich absolut mühelos und sehr schnell. An fast nicht zählbaren Stellen sind mir die Tränen vor Lachen in die Augen geschossen ;) Nichtsdestotrotz gibt es für mich einpaar Abzüge. Vielleicht lag es nur an mir, aber ich fand die "Mitreisenden" teilweise etwas Gesichtslos. Vielleicht lag es daran, dass sie nur Spitznamen bekamen... aber ich kam teilweise sehr durcheinander von welcher Person gerade die Rede war. Zudem kann ich trotz reichlich Erfahrung und Fantasie fast nicht glauben - wie Blöd ein einzelner Mann sein kann. Hätte er die Sache von Anfang an gebeichtet (was naheliegend gewesen wäre) wäre wohl nichts passiert. Aber dann gäbe es auch kein Buch: ergo = Insgesamt 1 Stern Abzug!

Insgesamt würde ich behaupten, dass sich dieses Buch mehr als nur gelohnt hat und ich werde sicher die anderen Bücher von Tommy Jaud auf meine Wunschliste setzen!
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